Lesung im Rahmen der Woche des Gedenkens

Lesung: „Goebbels Schatten“ mit Hans-Peter de Lorent
Was können wir aus der Verschwörung von Alt-Nazis in Hamburg-Bergedorf der 50er Jahre für unsere Gegenwart lernen?

„Ein neuer Anfang und das alte Ziel“ lautete das Motto einer Verschwörer-Gruppe von Alt-Nazis, die Anfang der 50er Jahre versuchte, die junge deutsche Demokratie zu unterwandern. Hans-Peter de Lorent – Lehrer, früherer Bürgerschaftsabgeordneter der Grünen, Oberschulrat und Hauptseminarleiter am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung – hat in seinem Tatsachenroman „Goebbels’ Schatten. Die Naumann-Verschwörung“ die Entwicklung der Gruppe rund um Werner Naumann, Goebbels einstigem Stellvertreter, nachgezeichnet. Zu ihr gehörte auch der in Bergedorf bekannte und beliebte Hausarzt und Alt-Nazi Heinrich Haselmayer, der in einer Villa in der Chrysanderstraße 32 lebte.

Am Ende seines Buches zitiert de Lorent den Briten Kirkpatrick, der die Naumann-Verschwörung aufgedeckt und Ende der 50er Jahre gesagt hat: „Es wäre töricht anzunehmen, dass der Nazismus unter keinen Umständen, und auch nicht in anderer Form, im modernen Deutschland wiedererstehen könnte.“ Mehr als 60 Jahre später: Verblüffend aktuell.

Hans-Peter de Lorent steht nach der Lesung für Fragen zur Verfügung.
Eintritt frei