{"id":2485,"date":"2026-03-21T10:48:50","date_gmt":"2026-03-21T09:48:50","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-bergedorf.de\/?page_id=2485"},"modified":"2026-03-21T10:48:50","modified_gmt":"2026-03-21T09:48:50","slug":"klimaneutralitaet-2040-wirksam-sozial-gerecht-und-demokratisch-tragfaehig","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gruene-bergedorf.de\/index.php\/partei\/beschluesse\/klimaneutralitaet-2040-wirksam-sozial-gerecht-und-demokratisch-tragfaehig\/","title":{"rendered":"Klimaneutralit\u00e4t 2040: Wirksam, sozial gerecht und demokratisch tragf\u00e4hig"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sachverhalt<\/h2>\n\n\n\n<p>Bergedorf steht Anfang 2026 vor besonderen Herausforderungen und Chancen im<br>Klimaschutz. Die wissenschaftlichen Befunde zeigen, dass sich die Erderhitzung<br>fortsetzt, Extremwetterereignisse zunehmen und die Spielr\u00e4ume f\u00fcr wirksame<br>Emissionsminderungen kleiner werden. Die World Meteorological Organization hat<br>2024 als Rekordjahr mit rund 1,55 Grad \u00fcber dem vorindustriellen Niveau<br>best\u00e4tigt. Der IPCC betont, dass mit jedem zus\u00e4tzlichen Zehntelgrad Risiken,<br>Sch\u00e4den und Anpassungskosten steigen und dass die Emissionsminderungen in diesem<br>Jahrzehnt entscheidend sind. (Q: 1+2)<\/p>\n\n\n\n<p>In Hamburg hat der Zukunftsentscheid ein deutliches demokratisches Signal<br>gesetzt. Der Beschluss des Landesausschusses von B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN Hamburg<br>vom 19. November 2025 unterstreicht dazu, dass eine Mehrheit ambitionierteren<br>Klimaschutz bef\u00fcrwortet und dass dieser sozial gerecht gestaltet werden muss.<br>Besonders hervorgehoben wird der Ausgleichsgedanke, dass st\u00e4rkere Schultern mehr<br>tragen sollen und Belastungen f\u00fcr Menschen mit geringeren finanziellen<br>Spielr\u00e4umen abgefedert werden m\u00fcssen. Zugleich wird betont, dass die Umsetzung<br>\u00fcber Legislaturperioden hinweg Verl\u00e4sslichkeit braucht und die Stadtgesellschaft<br>kontinuierlich einzubinden ist. Das ist R\u00fcckenwind und Auftrag zugleich,<br>Klimaschutz verbindlicher, wirksamer und sozial tragf\u00e4hig zu gestalten. (Q: 3+4)<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlichen Handlungsdruck erzeugt die Entscheidung des<br>Bundesverwaltungsgerichts vom 29. Januar 2026, wonach das Klimaschutzprogramm<br>2023 des Bundes erg\u00e4nzende Ma\u00dfnahmen ben\u00f6tigt, um das nationale 2030 Ziel zu<br>erreichen. Damit wird deutlich, dass unzureichende Programme nicht nur politisch<br>angreifbar sind, sondern auch rechtliche Nachsteuerungspflichten ausl\u00f6sen<br>k\u00f6nnen. (Q: 5)<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Bergedorf ist 2026 ein wichtiges Jahr. Ein neues bezirkliches<br>Klimaschutzkonzept soll auf den Weg gebracht werden, begleitet von \u00f6ffentlichen<br>Beteiligungsformaten. Parallel wird ein Klimafolgenanpassungskonzept erarbeitet,<br>das Handlungsempfehlungen f\u00fcr den Umgang mit Hitze, Starkregen und weiteren<br>Folgen der Klimakrise liefern wird. Au\u00dferdem soll Mitte des Jahres die<br>hamburgweite kommunale W\u00e4rmeplanung abgeschlossen sein, die als wichtiger<br>Orientierungsrahmen f\u00fcr die W\u00e4rmewende dient.<\/p>\n\n\n\n<p>Klimaschutz wird in aller erster Linie vor Ort konkret. Er betrifft Quartiere,<br>Stra\u00dfen, \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude, die W\u00e4rmeversorgung, Begr\u00fcnung und Entsiegelung,<br>Mobilit\u00e4t sowie die lokale Wirtschaft. Deshalb ist die bezirkliche Ebene zentral<br>f\u00fcr ein klimaneutrales Hamburg 2040. Damit Ma\u00dfnahmen nicht zu langsam,<br>l\u00fcckenhaft oder am Ende teurer werden, braucht es in allen Bezirken ein<br>verl\u00e4ssliches Klimaschutzmanagements mit klaren Zust\u00e4ndigkeiten, ausreichendem<br>Personal und gesicherter Finanzierung. Ein solches Management koordiniert<br>Projekte, erschlie\u00dft F\u00f6rdermittel, macht Fortschritte messbar und organisiert<br>Beteiligung im Rahmen der Zust\u00e4ndigkeiten der Bezirks\u00e4mter. Gerade f\u00fcr sozial<br>ausgewogene L\u00f6sungen ist die bezirkliche Ebene wichtig, weil Betroffenheiten<br>sichtbar werden und Ausgleich gezielt gestaltet werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Stellungnahme des Hamburger Klimabeirats zur Sozialvertr\u00e4glichkeit der<br>Klimapolitik setzt daf\u00fcr wichtige Leitplanken. Der Beirat h\u00e4lt fest, dass<br>Sozialvertr\u00e4glichkeit nach der Gesetzes\u00e4nderung durch den Zukunftsentscheid ein<br>verbindlicher Auftrag ist. Klimaschutzma\u00dfnahmen treffen auf sehr<br>unterschiedliche Belastungs- und Leistungsf\u00e4higkeit. Deshalb sollen vulnerable<br>Gruppen systematisch identifiziert, in der Ausgestaltung besonders<br>ber\u00fccksichtigt und \u00fcberproportionale Belastungen m\u00f6glichst vermieden oder<br>unmittelbar kompensiert werden. (Q: 6+7)<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu kommt, dass der Zwischenbericht zum Klimaplan 2030 des Senats au\u00dferdem<br>zeigt, dass die zentralen Sektoren vor gro\u00dfen Aufgaben stehen. In der<br>W\u00e4rmeversorgung geht es um den z\u00fcgigen Ausstieg aus fossilen Energien. Im<br>Verkehr sind wirksame Konzepte f\u00fcr emissions\u00e4rmere Mobilit\u00e4t erforderlich. Auch<br>Geb\u00e4ude und Industrie m\u00fcssen erhebliche Beitr\u00e4ge leisten, um die Ziele zu<br>erreichen. Der Bericht betont, dass eine koordinierte Umsetzung und enge<br>Zusammenarbeit zwischen den Akteur:innen entscheidend sind, damit Ma\u00dfnahmen<br>wirksam ineinandergreifen und Fortschritte nachvollziehbar werden. (Q: 8)<\/p>\n\n\n\n<p>Aus all dem ergeben sich klare Konsequenzen. Auf Basis des Zukunftsentscheids<br>gilt es, L\u00f6sungen voranzutreiben, die Wirksamkeit, soziale Gerechtigkeit und<br>demokratische Tragf\u00e4higkeit verbinden. Dazu geh\u00f6rt eine langfristig verl\u00e4ssliche<br>Finanzierung des Klimaschutzmanagements in den Bezirken und eine gest\u00e4rkte Rolle<br>des Hamburger Klimabeirats als Sachverst\u00e4ndigengremium, insbesondere durch<br>bessere Informationspflichten sowie eine st\u00e4rkere Ausstattung der<br>Gesch\u00e4ftsstelle. Dazu sollen B\u00fcrger:innenr\u00e4te als Beteiligungsformat auf<br>Bezirks- und Landesebene etabliert werden. Sie erm\u00f6glichen eine strukturierte<br>Auseinandersetzung mit Fachwissen, bringen unterschiedliche Perspektiven<br>zusammen und k\u00f6nnen helfen, Konflikte fr\u00fchzeitig zu erkennen und tragf\u00e4hige<br>Empfehlungen zu entwickeln. So k\u00f6nnen Akzeptanz und Qualit\u00e4t von Entscheidungen<br>gest\u00e4rkt werden, insbesondere bei komplexen Transformationsaufgaben wie der<br>W\u00e4rmewende, der Verkehrswende und der klimagerechten Entwicklung innerhalb der<br>Bezirke.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beschluss<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Kreismitgliederversammlung von B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN Bergedorf beschlie\u00dft,<br>sich im Bezirk und auf Landesebene daf\u00fcr einzusetzen:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>, dass das Klimaschutzmanagement in allen Hamburger Bezirken langfristig<br>ausk\u00f6mmlich, dauerhaft und verl\u00e4sslich finanziert wird. Ziel ist eine<br>mehrj\u00e4hrige Planungssicherheit f\u00fcr Personal, Projektsteuerung, Monitoring,<br>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Beteiligung, damit bezirklicher Klimaschutz<br>nicht von tempor\u00e4ren F\u00f6rderlogiken oder Haushaltsentscheidungen abh\u00e4ngt.<br>Die Sicherung dieser Finanzierung soll als zentraler Bestandteil in die<br>\u00dcberarbeitung und Fortschreibung des Hamburger Klimaplans aufgenommen<br>werden.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"2\" class=\"wp-block-list\">\n<li>, den Hamburger Klimabeirat zu einem st\u00e4rkeren, verl\u00e4sslichen und<br>sichtbaren Sachverst\u00e4ndigengremium weiterzuentwickeln. Der Klimabeirat<br>soll systematisch, fr\u00fchzeitig und st\u00e4rker in zentrale klimapolitisch<br>relevante Vorhaben, Programme, Planfortschreibungen,<br>Haushaltsentscheidungen sowie j\u00e4hrlichen Monitoringberichten eingebunden<br>werden. Seine Empfehlungen sollen transparent nachvollziehbar in<br>politische Abw\u00e4gungen einflie\u00dfen, einschlie\u00dflich einer klaren R\u00fcckmeldung,<br>wie Empfehlungen ber\u00fccksichtigt wurden, und der daf\u00fcr notwendigen<br>Ressourcen und Verfahren.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"3\" class=\"wp-block-list\">\n<li>, dass hamburgweit geloste B\u00fcrger:innenr\u00e4te als Beteiligungsinstrument<br>bspw. f\u00fcr Stadtentwicklungs-, Verkehrs- und Klimaprojekte auf Bezirke- und<br>Landesebene etabliert werden. Diese B\u00fcrger:innenr\u00e4te sollen barrierearm<br>gestaltet, fr\u00fchzeitig eingebunden und mit einer verbindlichen R\u00fcckkopplung<br>in politische Entscheidungsprozesse ausgestattet werden, damit Beteiligung<br>Konflikte fr\u00fch moderiert und Akzeptanz st\u00e4rkt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Quellen<\/h2>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/wmo.int\/publication-series\/state-of-global-climate\/state-of-global-climate-2024\">https:\/\/wmo.int\/publication-series\/state-of-global-climate\/state-of-global-climate-2024<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"2\" class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.ipcc.ch\/report\/ar6\/syr\/\">https:\/\/www.ipcc.ch\/report\/ar6\/syr\/<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"3\" class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/beschluss.gruene-hamburg.de\/2025\/11\/19\/hamburg-gemeinsam-auf-kurs-zukunft-klima-und-stadtnatur-sozialgerecht-schuetzen\/\">https:\/\/beschluss.gruene-hamburg.de\/2025\/11\/19\/hamburg-gemeinsam-auf-kurs-zukunft-klima-und-stadtnatur-sozialgerecht-schuetzen\/<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"4\" class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.hamburg.de\/politik-und-verwaltung\/behoerden\/behoerde-fuer-inneres-und-sport\/presseservice\/pressemeldungen\/endgueltige-ergebnisse-der-volksentscheide-hamburger-zukunftsentscheid-und-hamburg-testet-grundeinkommen--1112244\">https:\/\/www.hamburg.de\/politik-und-verwaltung\/behoerden\/behoerde-fuer-inneres-und-sport\/presseservice\/pressemeldungen\/endgueltige-ergebnisse-der-volksentscheide-hamburger-zukunftsentscheid-und-hamburg-testet-grundeinkommen&#8211;1112244<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"5\" class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.bverwg.de\/pm\/2026\/05\">https:\/\/www.bverwg.de\/pm\/2026\/05<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"6\" class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.klimabeirat.hamburg\/funktion\">https:\/\/www.klimabeirat.hamburg\/funktion<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"7\" class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.klimabeirat.hamburg\/resource\/blob\/1135782\/b48a9941ddbd95a385c2a56f014f9b2d\/d-stellungnahme-sozialvertraeglichkeit-der-hamburger-klimapolitik-data.pdf\">https:\/\/www.klimabeirat.hamburg\/resource\/blob\/1135782\/b48a9941ddbd95a385c2-a56f014f9b2d\/d-stellungnahme-sozialvertraeglichkeit-der-hamburger-klimapolitik-data.pdf<\/a><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ol start=\"8\" class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.hamburg.de\/resource\/blob\/1132338\/720ef89ce177724dfb14a7acc04bff07\/hamburger-klimaplan-zwischenbericht-2025-data.pdf\">https:\/\/www.hamburg.de\/resource\/blob\/1132338\/720ef89ce177724dfb14a7acc04bf-f07\/hamburger-klimaplan-zwischenbericht-2025-data.pdf<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sachverhalt Bergedorf steht Anfang 2026 vor besonderen Herausforderungen und Chancen imKlimaschutz. 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