{"id":2017,"date":"2025-11-25T23:14:49","date_gmt":"2025-11-25T22:14:49","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-bergedorf.de\/?page_id=2017"},"modified":"2025-11-25T23:14:49","modified_gmt":"2025-11-25T22:14:49","slug":"verpackungssteuer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gruene-bergedorf.de\/index.php\/partei\/beschluesse\/verpackungssteuer\/","title":{"rendered":"Einf\u00fchrung einer Verpackungssteuer"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sachverhalt<\/h2>\n\n\n\n<p>Gemeinsam mit BUND Hamburg fordern wir gemeinsam mit allen Unterzeichnenden die Einf\u00fchrung einer<br>Verpackungssteuer in Hamburg, um den Einsatz von klima- und ressourcenschonenden<br>Mehrwegverpackungen zu f\u00f6rdern. Dadurch soll die Umweltbelastung durch Einwegverpackungen drastisch<br>reduziert werden. Das Bundesverfassungsgericht hat am 22. Januar 2025 entschieden, dass St\u00e4dte eine<br>solche Steuer erheben d\u00fcrfen \u2013 auch Hamburg sollte diese Chance nutzen und damit eine Vorreiterrolle<br>einnehmen.<br>Warum eine Verpackungssteuer?<br>1. Umwelt- und Klimaschutz Einwegverpackungen tragen erheblich zur Umweltverschmutzung bei. Sie<br>verursachen hohe Mengen an M\u00fcll, belasten die \u00f6ffentlichen Entsorgungssysteme und f\u00fchren zu unn\u00f6tigen<br>Treibhausgasemissionen. Durch eine Verpackungssteuer werden umweltsch\u00e4dliche Einwegprodukte teurer<br>und unattraktiv. Die Steuer muss materialunabh\u00e4ngig erhoben werden, damit keine Schlupfl\u00f6cher<br>ausgenutzt werden, wie z.B. 2022 beim Umgehen des Einwegt\u00fctenverbots.<br>2. Wirtschaftliche Vorteile: Die Einf\u00fchrung einer Verpackungssteuer schafft gezielte Anreize f\u00fcr<br>Gastronomie-betriebe, auf Mehrweg umzusteigen. Dies kann langfristig Kosten senken, da Mehrweg-<br>verpackungen mittelfristig kosteng\u00fcnstiger sind als Einwegprodukte. Die kommunalen Kosten f\u00fcr die<br>Sammlung und Entsorgung von Einwegplastik in Stra\u00dfen und \u00f6ffentlichen Gr\u00fcnfl\u00e4chen liegen bei j\u00e4hrlich bis<br>zu 434 Millionen Euro. Die Steuer tr\u00e4gt dazu bei, diese Kosten zu reduzieren und das Problembewusstsein<br>der Verbraucher*innen f\u00fcr die Verm\u00fcllung im \u00f6ffentlichen Raum zu st\u00e4rken.<br>3. Keine Mehrkosten f\u00fcr Verbraucher*innen: Durch die Mehrwegpflicht, die f\u00fcr die Gastronomie eigentlich<br>bereits gilt, aber oft nicht aktiv angeboten wird, stehen den Kund*innen Alternativen zur Verf\u00fcgung, die nicht<br>mehr kosten. Wer eigene Beh\u00e4ltnisse mitbringt oder auf Pfandsysteme zur\u00fcckgreift, zahlt nicht mehr als<br>bisher, sondern teils sogar weniger. Zus\u00e4tzliche Ma\u00dfnahmen f\u00fcr eine erfolgreiche Umsetzung: Neben der<br>Steuer braucht es begleitende Ma\u00dfnahmen, um Mehrwegverpackungen effektiv zum Standard zu machen:<br>\u2022 Ein F\u00f6rderprogramm f\u00fcr vorbildliche Betriebe, die konsequent auf Mehrweg setzen oder eine besonders<br>hohe Mehrwegquote nachweisen.<br>\u2022 Strenge Kontrollen durch die zust\u00e4ndigen Vollzugsbeh\u00f6rden, um eine faire Umsetzung der<br>Mehrwegpflicht sicherzustellen und Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.<br>\u2022 Eine Verpflichtung f\u00fcr Gastronomiebetriebe, Mehrwegangebote aktiv anzubieten, anstatt sie nur als<br>selten genutzte Option bereitzuhalten.<br>Die Einf\u00fchrung einer Verpackungssteuer ist eine notwendige und praktikable Ma\u00dfnahme, um den<br>Ressourcenverbrauch zu senken und die Kreislaufwirtschaft in Hamburg zu f\u00f6rdern. Die wahren Kosten von<br>Einwegverpackungen m\u00fcssen sich endlich in den Preisen widerspiegeln, um die umweltfreundlichere<br>Alternative \u2013 Mehrweg \u2013 zum neuen Normal zu machen. Wir fordern den Hamburger Senat auf,<br>unverz\u00fcglich eine Verpackungssteuer einzuf\u00fchren und damit den Weg f\u00fcr eine nachhaltige und<br>ressourcenschonende Stadt zu ebnen. Die Umsetzung muss gerecht, effektiv und materialunabh\u00e4ngig<br>ausgestaltet sein, um \u00f6kologische Lenkungswirkung zu entfalten und bestehende Schlupfl\u00f6cher zu<br>schlie\u00dfen.<br>Argumentation: <a href=\"https:\/\/kommunal.de\/Tuebingen-Verpackungssteuer-rechtens-Erfahrungen\">https:\/\/kommunal.de\/Tuebingen-Verpackungssteuer-rechtens-Erfahrungen<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/parldok\/dokument\/91079\/23_00458_einfuehrung_verpackungssteuer\">https:\/\/www.buergerschaft-hh.de\/parldok\/dokument\/91079\/23_00458_einfuehrung_verpackungssteuer<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beschluss<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Kreismitgliederversammlung m\u00f6ge beschlie\u00dfen:<br>1) Als B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN KV Bergedorf unterst\u00fctzen wir ausdr\u00fccklich die Forderung des BUND<br>Hamburg nach einer kommunalen Verpackungssteuer. Hamburg soll die neue rechtliche M\u00f6glichkeit nutzen,<br>um Einwegverpackungen sp\u00fcrbar unattraktiver zu machen und klimafreundliche Mehrweg-L\u00f6sungen gezielt<br>zu f\u00f6rdern.<br>2) Wir fordern unsere Vertreter*innen in Partei und B\u00fcrgerschaft auf, sich auf Landesebene f\u00fcr die<br>Einf\u00fchrung einer solchen Steuer stark zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Antrag wurde von der Landesmitgliederversammlung am 12. Juli angenommen: <a href=\"https:\/\/beschluss.gruene-hamburg.de\/2025\/07\/12\/eine-verpackungssteuer-fuer-hamburg\/\">https:\/\/beschluss.gruene-hamburg.de\/2025\/07\/12\/eine-verpackungssteuer-fuer-hamburg\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sachverhalt Gemeinsam mit BUND Hamburg fordern wir gemeinsam mit allen Unterzeichnenden die Einf\u00fchrung einerVerpackungssteuer in Hamburg, um den Einsatz von klima- und ressourcenschonendenMehrwegverpackungen zu f\u00f6rdern. 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