Referent*innen der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung sowie der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz stellen auf Wunsch der GRÜNEN Fraktion Bergedorf am 30. März 2026 im Fachausschuss für Sport und Bildung ihr Projekt „Schule mit Recht“ vor. Es geht nicht nur um das Wissen um die eigenen Rechte, die Konsequenzen für Täter*innen spielen eine ebenso wichtige Rolle.
„Jugendliche ziehen leicht den Kürzeren. Sie sehen einer Verrohung ins Gesicht, der sie ohne fachgerechte Aufklärung schutzlos ausgeliefert sind,“ warnt Lenka Brodbeck, Vorsitzende der GRÜNEN Fraktion und Mitglied des Fachausschusses Sport und Bildung. „Wir können uns im Netz, in den Sozialen Medien und in Chatgruppen von Online-Spieleplattformen nicht vor unsere Kinder stellen,“ so Brodbeck weiter.
Wie schädlich solche Interaktionen sein können, zeigt ein Fall, der vor dem Hamburger Landgericht seit Januar 2026 verhandelt wird. Unter dem Pseudonym „White Tiger“ soll ein damals 16-jähriger Hamburger Kinder und Jugendliche zu schweren Selbstverletzungen, Suizidversuchen und in einem Fall sogar zum Suizid überredet haben. „Solche Fälle machen vor Bergedorfs Toren nicht halt“, betont Brodbeck.
Das Wissen um rechtlichen Schutz reicht aber bei Weitem nicht aus. „Heranwachsende müssen ein Bewusstsein dafür entwickeln, was ihre Rechte sind und wo die Grenzen verlaufen,“ stellt Brodbeck fest. Daher sind die Themen des Projekts so vielfältig und der Name ist Programm: Im Mittelpunkt steht das Recht – ob Strafrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht, Öffentliches Recht oder auch die Grundlage, unser Rechtsstaat – stets eng verknüpft mit der Lebensrealität der Schüler*innen. „Wenn Jugendliche wissen, was ihre Rechte sind, wissen sie auch, was sie tun können, wenn es mal eng wird,“ schließt Brodbeck.
Projektseite „Schule mit Recht“
Themenübersicht „Schule mit Recht“
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